Klinische Fälle

Der Goldesel des Contests

Anamnese:

Elli ist 82 Jahre alt und wird durch Schwester Marianne von der Sozialstation in Ihrer Wohnung verwirrt aufgefunden.

Elli hat bei starker Übelkeit mehrmals erbrochen und zudem heftigen Durchfälle gehabt. Sie leidet laut der Patientenakte seit Jahren an einem arteriellen Hypertonus und an einer schweren Linksherz-insuffizienz. Ferner bestehen eine beidseitige Katarakt, eine Hüftgelenksarthrose beidseits, ein Diabetes mellitus und eine Hypercholesterinämie.

Aktuelle Medikation laut schwer lesbarer Pflegedokumentation: Enalapril, Hydrochlorothiazid, Spironolacton, Digoxin, Glibenclamid und Simvastatin. Bei Bedarf nimmt die Patientin zusätzlich Ibuprofen ein.

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TIPS

  • Übersichtszettel erstellen: Eine Person sammelt während des gesamten Prozesses die Informationen auf einem Zettel. Eine Einteilung des Zettels in Untersuchungen/Ergebnisse und Differentialdiagnosen bietet sich an. So können die anderen 4 Mitgleider denken, diskutieren und ausschließen. Dies ist wichtig, da die Befunde nur kurz eingeblendet und vorgelesen werden, bevor sie wieder "verschwinden", wohl dem mit einem fotografischen Gedächtnis!
  • Das schreibende Team-Mitglied bietet sich auch als "Entscheider" an, wenn bei der Auswahl der nächsten Diagnostik oder am Ende der kurzen Beratungsphase "Gleichstand" zwischen Vorschlägen herrscht. Denn am Ende MUSS die nächste Diagnostik genannt /die Entscheidung zum Lösungsversuch gefällt werden.
  • Wenn ihr nicht aus der Anamnese lösen könnt, dann erst einmal allgemeine Untersuchungen anfordern, um Ideen zu bekommen.
  • Und dann möglichst spezifisch Verdachtsdiagnosen bestätigen/ausschließen (im Gegensatz zum wahren Leben heißt es hier oft, je invasiver desto besser!)
  • Differentialdiagnosebücher helfen bei der schnellen Ideenfindung, müssen aber gelernt werden (z.B. DD der katatonen Schizophrenie oder auch einfach des Lungenrundherdes).